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Maschinenbau



 

Der Maschinenbau blickt auf eine lange währende Tradition zurück und gehört zu den ältesten Wissenschaften unserer Welt. Als akademischer Studiengang werden an den Universitäten die Aufgabengebiete der Werkstoffkunde, der Thermodynamik, Strömungsmechanik und die Konstruktionstechnik gelehrt. Die umfassenden Bereiche im Maschinenbau sind heute vielfältig aufgestellt und schon lange nicht mehr allein auf den Bau von Maschinen, Getrieben oder Motoren beschränkt, sondern gehen übergangslos in viele andere Bereiche über. Besonders in der Elektrotechnik ist der Beruf eines Maschinenbau-Ingenieurs fester Bestandteil und beinhaltet viele Studien der Mechanik, der Konstruktion und der Physik.

Entwicklung des Maschinenbaus
Ausgehend von einer in Chemnitz durch Johann von Zimmermann gegründeten Werkzeugfabrik im Jahre 1848 liegen die Wurzeln des Maschinenbau in Deutschland. Mit Beginn des 2. Weltkriegs erlebte der Maschinenbau gerade in der Rüstungsindustrie einen wahren Boom. Panzer, Schiffe und Flugzeuge sowie anderes militärisches Gerät wie Haubitzen und Kanonen wurden von den Kriegsbeteiligten im hohen Maße produziert und in die Schlachten geschickt. Erst mit der Kapitulation Deutschland gelangten andere Bereiche in den Fokus des Maschinenbaus, dies sich nun auf die zivile Nutzung erstreckten.

Expansion und weltweiter Export des Maschinenbaus
Im laufe der Zeit und durch die wachsende Globalisierung wurde der Maschinenbau in Europa führend für den Export in die gesamte Welt. Besonders in Deutschland erlangte der Maschinenbau nach dem Wiederaufbau des Landes nie geahnte Höhenflüge. Die Kapazitäten erreichten während des Wirtschaftswunders schnell ihre Grenzen, sodass sehr schnell neue Produktionsstätten gebaut werden mussten, die größtenteils noch heute in Betrieb sind. Zum heutigen Tag ist Deutschland vor Amerika weltweit führend auf diesem Gebiet. Mit einem Exportanteil von ¾ der gesamten Produktion gebührt Deutschland der Titel des Exportweltmeisters und gehört zu den größten Arbeitgebern mit verschiedensten Berufen. Neben den klassischen Branchen im Maschinenbau kommt dem Automobil und der Medizintechnik ein großer Anteil zu, der durch viele andere Unterbereiche noch erweitert wird. Auch die Mess- und Regeltechnik kommt immer mehr zum Tragen und Erweitert die Branchenvielfalt. Hierbei kommen Methoden zur Messung von Größen der Physik zum Einsatz die sich nicht nur auf Temperaturen oder elektrischen Strom beschränken sondern sich auch mit der Einsparung von Energien und Ressourcen beschäftigen. In der Regeltechnik ist besonders die Automation von Abläufen ein großer Gesichtspunkt dieser Wissenschaft, um z. B. die Fertigung von Automobilen zu rationalisieren oder zu optimieren.

Karriere im Maschinenbau
Der Maschinenbau bietet in der heutigen Zeit vielen Berufen eine Heimat. So sind besonders, aufgrund des mangels an Ingenieuren im Maschinenbau, klassische Studienabgänger und Absolventen von Technikerschulen begehrtes Personal der Headhunter in allen Bereichen. Ausgebildeten Ingenieuren bietet der Maschinenbau vielfältige Perspektiven für ihre Entwicklung im weltweiten Bereich und Einsatz sowie sehr gute Karrieremöglichkeiten mit entsprechend hohen Verdienstspannen. Das Studium im Maschinenbau gestaltet sich vielfältig und erlaubt gewisse Spezifikationen für den Studenten um sich für die eine oder andere Richtung zu spezialisieren. Die Regelstudienzeit an den Technischen Universitäten in Österreich beträgt zwischen 8 und 10 Semester. An Fachhochschulen oder Akademien liegt die Studienzeit bei ca. 8 Semestern und schließt mit dem Diplom ab.